Wie können Sie sich optimal auf lösende Prozesse vorbereiten und welche Informationen können relevant sein?
Entscheidend für eine gute Lösung ist die innere Bereitschaft, sich intensiv auf den Prozess ein zu lassen.
Die Vorbereitung besteht äußerlich im Sammeln von Informationen und innerlich in der Ernsthaftigkeit und Bereitschaft einen wichtigen Schritt zu tun, Altes los zu lassen und Neues zu integrieren.
Die folgende Punkte können dienlich sein, wobei keine ausführlichen Informationen erfordrlich sind.
Wie war die eigene Geburt?
Gab es behinderte, abgetriebene, verlorene oder gestorbene Geschwister?
Wie ist/war das Verhältnis zum Vater?
Wie ist/war das Verhältnis zur Mutter?
Wie ist/war das Verhältnis zwischen Vater und Mutter?
Gab es behinderte, abgetriebene, verlorene oder gestorbene Geschwister bei Vater und/oder Mutter?
Gibt/gab es "schwarze Schafe" in der Familie, über die man nicht spricht, die man meidet, ausgrenzt?
Ist etwas über Missbrauch, Mord, Selbstmord oder Familiengeheimnisse bekannt?
Konnte jemand sein Leben nicht leben, z.B. weil er behindert war, zur Heirat gezwungen wurde, der Kinderwunsch verwehrt wurde, gravierende Abhängigkeiten bestanden... usw.?
Sind Ihre Eltern unter ungewöhnlichen oder schweren Verhältnissen aufgewachsen?
Gab es Besonderheiten bei den Großeltern?
Gab es Frauen, die im Kindbett gestorben sind?
Gab es im Krieg Vertreibungen (z.B. aus Ostpreußen)?
Haben Familienmitglieder im Krieg eventuell Schuld auf sich geladen (hier ist nicht die "normale" Soldatentätigkeit gemeint, sondern eine darüber hinaus gehende Schuld, z.B. Arbeit in Konzentrationslagern, eine gehobene Führungsposition mit entsprechender Verantwortlichkeit oder sonstige Besonderheiten, tiefe Parteiverbundenheit/Ideologie, Fabrikbesitzer die Zwangsarbeiter einsetzten usw.?
Bitte achten Sie darauf möglichst Fakten zu sammeln, wobei die eine oder andere Geschichte auch wertvolle Hinweise enthalten kann und achten Sie vor allem darauf, nicht zu bewerten.
Grundsätzlich geht es hier in erster Linie um schwere Schicksale und außergewöhnliche Lebensumstände!
Die Vorbereitung im Inneren besteht im Wesentlichen aus der Ernsthaftigkeit Ihres Anliegens und der tiefen Bereitschaft sich dem Lösungsprozess hin zu geben.
Hilfreich ist ebenfalls die Genogrammarbeit.
Eine kleine Empfehlung:
Vor einem Aufstellungstermin kann der Verstand Ängste erzeugen, wichtige Gründe erfinden, die die Aufstellung gerade jetzt nicht zulassen oder das Gefühl vermitteln, dass eigentlich alles ok ist.
Dann ist Ihr Bauchgefühl gefragt. Achten Sie darauf, was Ihnen wirklich wichtig ist.
Wenn Sie Ihre Entscheidung getroffen haben, bleiben Sie auch dabei.
Bei Fragen hierzu oder vor oder nach Prozessen stehen wir gern zur Verfügung.
Bitte nutzen Sie dazu das Kontaktformular.
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